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Vom Schotter- zum Traumgarten- 

Begrünungssatzung in Kraft


Begrünungssatzung seit 12. September in Kraft

Endlich Feierabend. Müde, abgeschlagen, gestresst und jetzt noch was im Garten werkeln? Nein, danke! Ein Schottergarten scheint die Lösung zu sein. Die Realität sieht anders aus: Auf den Steinwüsten klettert das Thermometer an heißen Tagen auf über 70 Grad. Lebensraum für Tiere und Pflanzen? Fehlanzeige.

Anders sieht es bei Grünflächen aus: Vor allem Büsche und Bäume bieten Schatten und verhindern am Tag, dass der Boden die Wärme der Sonne übermäßig stark aufnimmt. Zusätzlich lässt die sogenannte Verdunstungskühle von Grünflächen und Parks ganze Stadtviertel abkühlen. Das kann in dicht bewaldeten Bereichen schon mal zwischen 10 bis 20 Grad Celsius ausmachen. Wäre das nicht gerade in den letzten Wochen super gewesen? Im eigenen Garten 25 statt 35 Grad zu haben?

Damit wir in Zukunft nicht mehr nur bei angenehmeren Temperaturen im Garten entspannen können, sondern auch damit unsere Nahrungsgrundlage gesichert ist – immerhin sorgen die Insekten dafür, dass auf unseren Feldern Obst und Gemüse in Hülle und Fülle gedeiht –, hat die Stadtverwaltung die Begrünungssatzung am 12. September verabschiedet. Seitdem gilt: Wer in Schifferstadt bauen möchte, ist verpflichtet, mindestens 50 % von Vorgärten sowie Flachdächer und flachgeneigte Dächer ab einer Größe von 50qm zu begrünen.

Wer einen bereits bestehenden Bau gegen eine Grünfläche austauschen will, kann einen Antrag für finanzielle Beihilfen stellen: Durch das Entsiegelungsprogramm der Stadt kann das Projekt dann mit 25% (maximal 500 Euro) der Gesamtkosten für die sogenannten Entsiegelungsmaßnahmen bezuschusst werden. Natürlich gilt das nur, wenn die Voraussetzungen laut der Begrünungssatzung erfüllt werden und es sich beispielsweise nicht um eine illegal versiegelte Fläche handelt.

„Der Boden filtert und bindet Schadstoffe und schützt so das Grundwasser“, erklärt Schifferstadts Erste Beigeordnete Ulla Behrendt-Roden. Sie ist für die Bereiche Umwelt und Naturschutz zuständig und ergänzt. „Wer sich für eine Grünfläche entscheidet, den unterstützen wir natürlich gerne – so kommen wir gemeinsam unseren energie- und klimapolitischen Ziele näher.“

„Ernten und essen, was man selbst gesät hat, ist einfach schön“, ergänzt der städtische Umweltbeauftragte Kai Repp. Ein gut angelegter Garten müsse zudem weder kosten- noch pflegeintensiv sein. „Er hilft sogar noch die Artenvielfalt zu erhalten oder gar zu steigern“, sagt Repp.  

Mit ein paar einfachen Tipps zum Gartentraum:

  • Pflanzen sie Bäume, Sträucher und mehrjährige Pflanzen – so sparen Sie sich das jährliche Neupflanzen.
  • Pflegeleichte Stauden unterdrücken unerwünschte Beikräuter und erleichtern so den Pflegeaufwand.
  • Nutzen sich standortangepasste, gebietsheimische Pflanzen statt Palmen oder andere exotische Pflanzen, deren Pflege sehr intensiv sein kann.
  • Verzichten sie auf Pestizide und synthetische Dünger. Setzen Sie stattdessen sparsam organische Dünger ein.
  • Bitte verzichten Sie auf sehr invasive Arten, wie Götterbaum, japanischer Staudenknöterich, Kermesbeere und kanadische Goldrute. Diese Pflanzen sind unglaublich verbreitungsstarke Erstbesiedler und verdrängen unsere heimischen Pflanzen.

 

Sie haben Fragen zur Begrünungssatzung oder benötigen Beratung? Ihre Ansprechpartnerin bei der Stadt ist Klimaschutzmanagerin Nicole Dörr.