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Ein Attraktiver Standort in der Metropolregion Rhein-Neckar

Der Götterbaum

Beschreibung

Der Götterbaum (Ailanthus altissima) stammt ursprünglich aus China, wird in Europa aber schon seit dem 18. Jahrhundert als Zierbaum angepflanzt.

Der schnellwachsende, zweihäusige Baum (es gibt männliche und weibliche Exemplare) kann bis zu 30 Metern hoch werden. Der Stamm ist glatt und von rotbrauner, später graubrauner Farbe mit weißen Rissen.

Die Blätter sind gefiedert, mattgrün und bis zu 60 cm lang, der Austrieb erfolgt auffallend spät.

Im Juni/Juli blühen die weiblichen Exemplare in großen Rispen, im August/September entstehen daraus zahlreiche geflügelte, flugfähige Samen.

Problematik

Der Götterbaum verbreitete sich in den vergangenen Jahrhunderten über große Teile der gemäßigten Zone der nördlichen Hemisphäre, ohne dabei nennenswerte Probleme zu verursachen. Das hat sich, vermutlich bedingt durch die Klimaerwärmung, in den letzten Jahrzehnten in starkem Maße hin zu einer unkontrollierten Ausbreitung verändert.

Verantwortlich dafür sind neben verbesserten äußeren Gegebenheiten einige Eigenschaften, die der Götterbaum von Natur aus besitzt:

  • Er ist bereits im Alter von 5 -10 Jahren in der Lage, Samen zu bilden.
  • Die Samen sind sehr zahlreich, flugfähig und werden mit dem Wind verbreitet.
  • Die Pflanze ist anspruchslos.
  • Der Baum wächst sehr schnell und bildet zahlreiche Wurzelausläufer, sodass einheimische Vegetation stark unterdrückt wird.
  • Es gibt in unseren Breiten keine Schadorganismen, die dem Götterbaum nennenswert zusetzen.

Die Regenerationsfähigkeit ist extrem hoch. Abgeschnittene kleinere Exemplare treiben sofort wieder aus, auch nach mehrjährigem ständigem Rückschnitt. Werden große Bäume gefällt, wachsen aus dem ausgebreiteten, flachen Wurzelwerk zahlreiche Schosse, die ganze Flächen zu wuchern können.

Weitere, nicht zu unterschätzende Problematiken sind, neben der Ausbreitung, die Beschädigung von Bauwerken durch das starke Wurzelwachstum sowie die allergischen Reaktionen beim Menschen durch den Blütenstaub und bei Berührung.

Maßnahmen

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass es an der Zeit ist, Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung dieser invasiven Art zu ergreifen.

  • Erstaunlicherweise werden Götterbaumpflanzen noch immer in Baumschulen und im Internet zum Kauf angeboten. Diese Bäume sollten jedoch nicht mehr gepflanzt werden!
  • Schnittgut vom Götterbaum mit Blüten und Samen sollte bei entsprechenden Temperaturen im Kompostwerk verarbeitet werden.
  • Mit Wurzeln belastete Erde soll gesondert entsorgt werden.
  • Sämlinge sollten möglichst früh und gründlich ausgerissen werden.
  • Es laufen Versuche, wie man größere Götterbäume gezielt zum Absterben bringen kann, ohne dabei Stockaustriebe zu provozieren.

Merkblatt zum Download

Kurz & knapp

Der Götterbaum ...

  • stammt ursprünglich aus China
  • breitet sich durch die Klimaerwärmung zunehmend unkontrolliert aus
  • führt zu Beschädigung von Bauwerken
  • kann allergische Reaktionen hervorrufen

Götterbäume in Schifferstadt

Ein Götterbaum wächst aus einem Lichtschacht
Götterbaum in der Hauptstraße
Götterbaum am Jugendtreff
Götterbäume am Wasserturm