Die rund 1,3 km lange Straße erstreckt sich als Tempo-30-Zone vom Kreisel am Südbahnhof vorbei am Schwanenweiher und am Waldfriedhof bis zur Einmündung in den Waldspitzweg.
„In den 1990er Jahren wurde eine 30er-Zone mit Rechts-vor-Links in der Herzog-Otto-Straße eingerichtet“, berichtet Beigeordneter Dieter Weißenmayer.
Entlang dieser Strecke wurden nun 63 klar markierte Parkflächen eingerichtet. Weitere Parkmöglichkeiten stehen am Waldfriedhof und am Schwanenweiher zur Verfügung. Der Kommunale Vollzugsdienst und die Verkehrsüberwachungskräfte werden dort täglich kontrollieren.
Grund für diese Maßnahme war die wiederholte Beobachtung, dass der vorgeschriebene Abstand von fünf Metern vor und hinter Straßeneinmündungen häufig nicht eingehalten wurde und gegenüberliegenden Einmündungen der Seitenstraßen teilweise zugeparkt waren, was den fließenden Verkehr behindert. Ebenso war eine erhöhte Geschwindigkeit der Autofahrer festzustellen.
„Vorerst wurde eine provisorische Markierung mit gelben Bodenzeichen angebracht, da es sich um eine einjährige Testphase handelt“, erklärt der zuständige Beigeordnete Dieter Weißenmayer. Nach einem Jahr sollen die gewonnen Erkenntnisse ausgewertet und über eine dauerhafte Umsetzung entschieden werden.
An der Erstellung des Parkraumkonzeptes waren neben der Polizei und dem Radfahrer- und Fußgängerbeauftragten der Stadt auch die Feuerwehr Schifferstadt und die Ordnungsbehörde beteiligt. Diese enge Abstimmung hilft, dass unterschiedliche Anforderungen berücksichtig und tragfähige Lösungen gefunden werden.
Schifferstadt verzeichnet eine überdurchschnittlich hohe PKW-Dichte. Pro 1000 Einwohner kommen 700 Pkw. Dieser Wert liegt deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 593.
Anregungen von Anwohnern, Bodenschwellen zur Geschwindigkeitsregulierung einzubauen, konnte Beigeordneter Dieter Weißenmayer nicht nachkommen, da die Herzog-Otto-Straße als Rettungsweg genutzt wird und Bodenschwellen die Einsatzfahrzeuge deutlich verlangsamen – und damit im Ernstfall wertvolle Zeit kosten würden.
Zum Abschluss erklärt Dieter Weißenmayer des Weiteren, dass die Stadtverwaltung Schifferstadt aufgrund der zu geringen Einwohnerzahl nicht befugt ist, Blitzer aufzustellen. Dies ist Aufgabe des Kreises.

