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Osterhasen setzen sich für faire Kakaopreise ein


In Schifferstadt suchten die „Osterhasen“ vom Weltladen und der Fairtrade Stadt Arbeitsgruppe auf dem Wochenmarkt das Gespräch mit den Menschen. Unter dem Motto „Faire Kakaopreise jetzt!“ gemeinsam mit dem INKOTA-netzwerk und Aktionsgruppen in ganz Deutschland wurden die acht größten Schokoladenunternehmen aufgefordert, endlich dauerhaft existenzsichernde Kakaopreise zu zahlen. Besucherinnen und Besucher des Wochenmarkts konnten sich bei den Osterhasen unverbindlich schlau machen, welche Hersteller faire Kakaopreise an die Bauern zahlen – natürlich gab es auch kleine FAIRsucherle.

Armut durch niedrige Kakaopreise

Berechnungen von Nichtregierungsorganisationen zeigen, dass sich der Kakaopreis an die Bäuerinnen und Bauern in Côte d'Ivoire mindestens verdoppeln müsste, um ein existenzsicherndes Einkommen zu ermöglichen. Zwar ist der Weltmarktpreis für Kakao derzeit auf einem Rekordhoch, doch davon kommt bei den Bäuerinnen in den Hauptanbauländern zu wenig an. Ernteausfälle durch Schädlingsbefall und Extremwetterereignisse verschärfen die Armut weiter.

Die Aktionsgruppen fordern langfristige und verlässliche Lieferverträge, um den Kakaobäuerinnen und -bauern Einkommens- und Planungssicherheit zu geben. Mit ihrer Aktion wollen sie die Öffentlichkeit über die unfairen Geschäftspraktiken im Schokoladensektor aufklären und Alternativen für einen fairen Handel aufzeigen. Als Osterhasen verkleidet machen sie auf die Missstände aufmerksam und sammeln Unterschriften für eine Petition an die Schokoladenunternehmen.

Die globale Schokoladenindustrie erzielt jährlich rund 110 Milliarden US-Dollar Nettoumsatz. Vom Preis einer Tafel Schokolade erhalten die Kakaobäuerinnen und -bauern gerade einmal acht Cent.

Das INKOTA-netzwerk ist eine entwicklungspolitische Organisation, die mit politischen Kampagnen und in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen im globalen Süden Hunger und Armut bekämpft und für eine gerechte Globalisierung eintritt. INKOTA stärkt Menschen im globalen Süden, damit sie sich selbstbestimmt von Hunger und Armut befreien können. Mit der Kampagne Make Chocolate Fair! setzt sich INKOTA für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für Kakaobauernfamilien ein und fordert das Ende ausbeuterischer Kinderarbeit. Das Weltladenteam sowie Mitglieder der Fairtrade Stadt Arbeitsgruppe geben auf dem Wochenmarkt die Gelegenheit fairgehandelte Schokolade zu kosten und die Petition an die großen Schokoladenunternehmen für einen fairen Handel zu unterschreiben.