Er sorgt für ein besonderes und kühlendes Kleinklima und schafft Lebensräume für Tiere und Pflanzen, die auf Feuchtigkeit angewiesen sind: Der Schwanenweiher.
In dem stehenden Gewässer an der Herzog-Otto-Straße tummeln sich mehrere Fischarten; den Ufer- und Schilfbereich nutzen Wanderkröten und Libellenarten, die dort ihren Laich ablegen. Auch Vögel und Fledermäuse fühlen sich rund um den Schwanenweiher heimisch. Hecken und Bäume, vor allem aber auch Nist- und Fledermauskästen dienen dabei als wichtige Anlaufstelle.
Die Rasenflächen mähen die Mitarbeitenden der Stadtgärtnerei regelmäßig. Sie schneiden auch die Bäume, Sträucher und das Schilf zurück. Darüber hinaus haben sich über die Jahre viele Freiwillige auf dem Gelände eingebracht:
• Die Lokale Agenda 21 hatte von der Behindertenwerkstatt Fledermauskästen anfertigen lassen und zusammen mit den Bewohnenden des ansässigen Seniorenheims aufgehängt.
• Einmal jährlich säubert ein Vogelkundler aus Römerberg die Nistkästen.
• Im Jahr 2024 haben Mitglieder der Schifferstadter Ehrenamtsbörse gemeinsam mit dem Umweltbeauftragten Frank Schmitt und der Stadtgärtnerei 40 Obstbäume und -sträucher gepflanzt und einen Kräuterrasen gesät. Bezuschusst wurden die Arbeiten über das Landesförderprogramm KIPKI.

• Das Schifferstadter Greenteam entfernt regelmäßig die Brombeeren aus der Wiese.
Sauerstoff statt Faulschlamm
Im Sommer 2025 war der Schwanenweiher vor allem wegen des unangenehmen Geruchs im Gespräch. Durch die zunehmende Hitze war der Wasserstand gesunken und es bildete sich Faulschlamm. Nach einer ersten Beratung im Stadtrat im Winter 2025 hatte der Angelsportverein bei einem mehrstündigen Arbeitseinsatz mehr als eine Tonne Hornkraut sowie größere Mengen wilden Mülls aus dem Weiher entfernt.
Als weitere Maßnahmen hat die Stadtgärtnerei am westlichen Ufer eine Frischluftschneise freigeschnitten, um den Luftaustausch zu verbessern. Auf Grundlage eines Beschlusses des Bau-, Verkehr- und Umweltausschusses wurde im Frühjahr ein rund 800 Meter langer Belüftungsschlauch im Gewässer installiert. Für die Technik an Land wurde ein kleiner schallgedämmter Container aufgestellt. So wird das Gewässer am Grund besser mit Sauerstoff versorgt und der Abbau des Faulschlamms angeregt. Die Fontäne, die bisher zur Sauerstoffanreicherung genutzt wurde, jedoch auch den unangenehmen Geruch vernebelt hat, wurde abgebaut.
Übrigens:
Das Referat Stadtplanung und Klimaschutz hat mit Unterstützung des Bauhofs den Spielplatz „Am Schwanenweiher“ umgestaltet: Neben einem neuen Sandkasten gibt es seit dem Sommer 2026 eine Biberrutsche, Schwanen-Wipptiere und eine Hängematte. Das Ufer wurde abgesenkt, sodass Kinder und Erwachsene sicher ans Wasser kommen können. Eine Totholzhecke als Absicherung der Kinder und gleichzeitig als Lebensraum für Tiere hat das Greenteam im April aufgebaut.

